Mit 468 schwarzweißen Abbildungen, 51 Grafiken, 5 Tabellen und 42 Karten. Herausgegeben von Martin Stuber, Stefan Hächler und Luc Lienhard. Das Netz Albrecht von Hallers (1708-1777) gehört mit seinen rund 1.200 Korrespondenten und seinen nahezu 17.000 überlieferten Briefen zu den größten Korrespondenzen der gesamten Frühen Neuzeit: Die Absendeorte befinden sich - bezogen auf die heutigen Landesgrenzen - in nicht weniger als 21 europäischen Staaten sowie einem aus Übersee. Sowohl für die Produktion als auch für die Verbreitung von medizinischem, botanischem und agrarökonomischem Wissen erweist sich Hallers Briefwechsel als mächtiges Instrument.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Der großformatige und großartig gelungene Band "Hallers Netz - Ein europäischer Gelehrtenbriefwechsel zur Zeit der Aufklärung" zeigt auf Seite 25 den jungen Prinzen Wilhelm August von Holstein-Gottorp (1753-1774), ein Vetter von Katharina der Großen, wie er die rechte Hand auf einen Globus legt, während die sich auf sie stützende linke Hand einen Brief hält. Klarer kann der Anspruch auf globale Kommunikation und der Hinweis auf ihr Medium nicht gemacht werden. Der Brief war die Email der Epoche. Auch, darauf weisen die Autoren sehr eindrücklich hin, was die Vermischung von privat und öffentlich angeht. "Als Haller seinem künftigen Schwiegersohn Ratschläge für dessen Eheleben erteilt, kursiert der schwiegerväterliche Brief bald in zahlreichen Abschriften und rührt die ganze Stadt." Nicht immer hatte die Indiskretion so freundliche Folgen... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
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