Aus dem kanadischen Englisch von Leon Mengden. Das beeindruckende Porträt von acht indigenen Gemeinschaften in Kanada. Paul Seesequasis, Journalist und Autor, gibt mit seinem ungewöhnlichen Social-Media-Projekt der "vergessenen Generation" der First Nations, Metis und Inuit ein Gesicht. Er erzählt anhand verschwunden geglaubter Fotos von Zusammenhalt, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamen Widerstand. Dazu sammelte er über drei Jahre hinweg die eindrücklichsten Archivbilder und die Geschichten der Menschen hinter den Porträts.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2020
Rezensent Andreas Platthaus schaut mit zwiegespaltenen Gefühlen auf die Fotoporträts von Angehörigen der First Nations und Inuit, die Paul Seesequasis für diesen Band zusammengestellt hat. Dass Seesequasis selbst indigener Abstammung ist, macht seine Erläuterungen zu den Bildern für Platthaus nur noch eindringlicher. In ihnen wird der Mythos der Naturverbundenheit und Unberührtheit laut Rezensent ordentlich eingedampft. Indem Seesequasis nämlich u.a. berichtet, wie die Alphabetisierung und damit verbundene Familientrennungen das Wissen um alte Lebensweisen verloren gehen ließen, macht er Platthaus bewusst, wie fragil beziehungsweise längst kaputt ist, was auf den Bildern noch lebendig erscheint.
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