Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2000
Wer immer schon mal erfahren wollte, wer das kürzeste oder längste Lied im Song Contest vorgetragen hat, welches Lied den längsten Titel (ein deutsches) oder welcher Teilnehmer den längsten Namen (ebenfalls ein Deutscher) hatte, wird in diesem Buch bestens informiert, meint Hartmut Hänsel. Spannender findet er allerdings die Informationen, die eher am Rande mit dem eigentlichen Wettbewerb zu tun haben: So erfahre man, dass die neunzehnjährigen Kessler-Zwillinge als Siebzehnjährige im Pariser Lido aufgetreten sind, oder dass Malta zwanzig Prozent mehr deutsche Touristen begrüßen konnte, nachdem 1995 der einzige Punkt für Deutschland eben von dieser Insel vergeben worden war. Darüber hinaus hebt Hänsel jedoch auch politische Aspekte hervor, etwa die Weigerung Österreichs, 1969 wegen des Franco-Regimes in Spanien aufzutreten oder die große Bedeutung, die osteuropäische Länder der Teilnahme beimessen, da sie sich dadurch als Teil Europas akzeptiert fühlen. Alles in allem scheint sich Hänsel bei der Lektüre amüsiert zu haben.
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