Was bleibt (von uns), wenn wir einst Erdgeschichte sind? Werden wir auf diesem Planeten unauslöschliche Spuren hinterlassen haben? Dieses Buch lädt Sie zu einem Blick zurück aus der fernen Zukunft ein und lässt Sie teilhaben an der allmählichen Rekonstruktion unserer Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2010
Der Mensch als Fossil, das ist eine Vorstellung, der sich der Geologe Jan Zalasiewicz in seinem Buch hingibt. Reinhard Wandtner folgt ihm auf eine wissenschaftlich anspruchsvolle Exkursion, die seine ganze Aufmerksamkeit fordert. Zum Glück ist der Autor geschickt genug, dem Rezensenten steinharte und trockene Passagen mit einem Trick schmackhaft zu machen: Er erfindet intelligente Außerirdische, die in hundert Millionen Jahren nach unseren Überresten buddeln, dem "Anthropozän". Zalasiewiczs Liebe zur Geologie und sein sprachliches Vermögen tun ein übriges, verspricht uns Wandtner, die Lektüre bleibt spannend. Im zum Verständnis unseres fossilen Nachlebens notwendigen erdgeschichtlichen Rückblick fangen Gesteinsschichten unvermutet an zu leben, der Rezensent bekommt ein Gespür für die Dynamik von Erosion und Plattenbewegung. Ein ansteckendes Buch, freut sich Wandtner.
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