Im August 1941 marschierten britische und sowjetische Truppen in den Iran ein und besetzten weite Teile des Landes. Die Invasion diente vor allem dem Ausbau einer Verteidigungsstellung gegen das Dritte Reich und der Sicherung einer Verbindungsroute in die Sowjetunion. Die USA unterstützten das Vorgehen ab 1942 durch die Entsendung von Truppen und Regierungsberatern. Bisher wenig beachtet, stellt die Besatzung des Irans die erste Belastungsprobe der Kriegskoalition der 'Großen Drei' dar. Die vorliegende Arbeit widmet sich den Ansätzen und Grenzen der Kooperation der Alliierten im Iran wie auch den Konfliktlinien, die zur Irankrise im Frühjahr 1946 führten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2010
Truman-Doktrin ist ein Begriff. Sie markiert den Beginn des Kalten Krieges, wie Rainer F. Schmidt in Erinnerung ruft. Was aber im Vorfeld im Iran geschah, blieb laut Rezensent bislang im Dunkeln. Die Fakten dazu aus amerikanischen und russischen Archiven geborgen zu haben, dieses Verdienst möchte Schmidt der Autorin Jana Forsmann zugestehen, bilden sie doch den Angelpunkt für Trumans Vorgehen. Bei Forsmann erfährt Schmidt über die 1941 beginnende Besetzung Irans durch die Kriegskoalition, über die sie spaltenden Macht- und Interessenkonflikte (Trumans Drängen auf eine Liberalisierung des Handels, Stalins Wille zur Fortdauer der Okkupation, beider Ansprüche auf die iranischen Ölvorkommen) und schließlich über den Bruch der Koalition 1946.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 22.05.2010
Instruktiv findet Rezensent Thomas Speckmann diese Studie über die alliierte Intervention in Iran 1941 von Jana Forsmann. Die Historikerin führt seines Erachtens bestechend die verschiedenen Phasen der alliierten Besetzung vor Augen, von der guten Kooperation in den ersten Jahren hin zu den zunehmenden Differenzen zwischen den USA und der Sowjetunion ab 1944 und der Blockbildung im beginnenden Kalten Krieg. Das Buch macht für Speckmann zudem das "Dilemma heutiger Militärinterventionen" deutlich. Er schätzt den guten Aufbau der Arbeit sowie die pointierte Darstellung. Sein Fazit: eine "faszinierende Studie".
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