Aus dem Englischen von Mechthild Sandberg. Jane Christmas hat zwei Ehen hinter sich, drei erwachsene Kinder und ist erfolgreiche Journalistin. Für ihre Mutter Valeria aber ist und bleibt sie die ewige Tochter, deren Männergeschichten, Erziehungsmethoden und Haarschnitt ausgiebig kommentiert werden. Als Jane ihre dickköpfige Mama nach Italien einlädt, ahnt sie dennoch nicht, worauf sie sich einlässt. Sechs Wochen lang lernen die beiden Apulien und die Amalfiküste, Rom, die Toskana und Venedig auf ganz eigene Weise kennen. Mit im Gepäck: Valerias Herzmedikamente, die Gesundheitsschuhe und ihr knallroter Gehwagen.
Berührend, erhellend und ziemlich komisch fand Susann Sitzler dieses Buch der australischen Autorin über einen gescheiterten Versuch, mit Anfang Fünfzig im Rahmen einer Italienreise die schwierige Beziehung mit ihrer Mutter zu klären. Nicht nur, dass diese Mutter gebrechlicher sei, als es die Autorin wahrhaben wollte. Einer Klärung der Beziehung steht auch mütterliche Sturheit und zu hoher Erwartungsdruck seitens der Tochter im Wege. All dies fand die Kritikerin mit angelsächsischem Witz und Sinn für die psychologischen Fallen beschrieben. Auch folgte sie dem langsamen Scheitern des irrwitzigen Plans an der unterschiedlichen physischen und psychischen Verfassung der beiden Teilnehmerinnen am Experiment mit zunehmend amüsierter Bestürzung.
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