Planet Aqua
Unser Zuhause im Universum neu denken

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2024
ISBN
9783593519364
Gebunden, 304 Seiten, 32,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer. Zu lange haben wir Menschen eine dem Wesen unserer Existenz widersprechende Zivilisation und Infrastruktur aufgebaut, warnt der weltweit führende Ökonom und Vordenker Jeremy Rifkin. Denn jetzt rebelliert die Hydrosphäre unseres Planeten und ist dabei, unsere Spezies und unsere Mitgeschöpfe im Zuge des Klimawandels in ein Massensterben zu stürzen, während sie nach einem neuen Gleichgewicht sucht. Rifkin fordert uns auf, unseren Platz im Universum ganz neu zu definieren. Auf Basis solider Forschungsergebnisse nimmt er uns mit auf eine Reise in die Zukunft, auf der wir jeden Aspekt unseres Lebens überdenken müssen - wie wir mit der Natur umgehen, die Gesellschaft steuern, das Wirtschaftsleben konzipieren und uns in Zeit und Raum bewegen. Entscheidend ist, dass wir lernen, wie wir uns an die natürlichen Wasserkreisläufe anpassen können.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (
Info)
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.01.2025
Mit Wumms und oft fern jeder Empirie schreibt Jeremy Rifkin in diesem Buch über die Rolle des Wassers auf der Erde, meint Rezensent Gerhard Matzig, der das Ergebnis ziemlich gern liest, auch wenn Rifkin weniger ein stringentes Sachbuch über die Rolle des Wassers für unseren Planeten geschrieben hat, als dass er eine griffige Sammlung von teils nah an der Esoterik gebauten Assoziationen vorlegt. Entlang des Buches rekapituliert Matzig zunächst, warum Wasser so wichtig für die Erde ist. Vom Weltall aus gesehen, sind wir gar kein Erd-, sondern ein Wasserplanet und selbst der Erdkern könnte weitgehend aus Wasserstoff bestehen. Wobei da bereits die im Buch ohnehin wild blühenden Spekulationen beginnen, findet Matzig, besonders ungestüm blühen sie da, wo Rifkin über die dystopische Gegenwart unseres gedankenlosen Umgangs mit Wasser hinausgeht und eine utopische Zukunft zeichnet, in der die Weltpolitik sich mit vereinten Kräften der Wasserproblematik annimmt. Teils fühlt sich der Rezensent an einen Roland-Emmerich-Film erinnert, so spektakulär wird der Kampf ums Wasser hier geschildert. Gleichwohl braucht es vermutlich gerade solche im besten Sinne populären Annäherungen an die Problematik, glaubt Matzig, um die Leute zu erreichen und von der Dringlichkeit der Lage zu überzeugen. Insofern ist das letztlich ein starkes Buch, das gegen das kollektive Ertrinken ankämpft, glaubt der Rezensent.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 05.09.2024
Insgesamt wenig ergiebig und teilweise regelrecht ärgerlich ist dieses Buch laut Rezensent Günther Wessel. Dabei widmet es sich, gesteht er ein, einem wichtigen Thema: Dem Wasser als Ursprung menschlicher Zivilisation und der unverantwortlichen Art und Weise, wie dieselbe mit ihm umgegangen ist. Weitgehend Bekanntes referiert Rifkin in solchen Passagen, wenn auch in teils beeindruckender thematischer Breite, von Bodenversiegelung bis zur Analyse Erneuerbarer Energien. Wenn es um mögliche Lösungen geht, hat Rifkin allerdings nicht viel zu bieten, ärgert sich Wessel, redet vielmehr einer proaktiven Verslumung der Städte das Wort. Außerdem ist das Buch unstrukturiert, setzt Wessel seine Kritik fort, und zu schlechter Letzt drischt Rifkin auch noch auf Kant, Platon und den Westen allgemein als Schuldigen an der Naturzerstörung heim - während das Heil in der Empathie des Denkens des Ostens zu finden sei. Wessel hält offensichtlich nicht viel von dieser These.