Aus dem Englischen von Thomas Gunkel. Annie Proulx erzählt von der Schönheit und Magie der Moorlandschaften - und von der Gefährdung dieses unterschätzten, aber einzigartigen Ökosystems. Sie begibt sich auf eine faszinierende Reise in die Torfmoore Englands, in die endlos weiten Feuchtgebiete an der kanadischen Hudson Bay, die schwarzen Wasser der sibirischen Wassjuganje und in die heißen Sümpfe Floridas.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.11.2023
Rezensentin Sylvia Staude durchstreift gemeinsam mit Annie Proulx Moorlandschaften und begibt sich dabei auf eine Reise nicht nur durch Räume sondern auch durch Zeiten, etwa gleich zu Beginn, wenn die Autorin über ihre Kindheit erzählt und darüber, wie ihre Mutter ihr einst ein Moor gezeigt hatte. Moore und auch das alltägliche Wissen über Moore sind im Verlauf der Moderne immer mehr verschwunden, beziehungsweise trockengelegt worden, erfahren wir, was nicht zuletzt deshalb problematisch ist, weil die Feuchtgebiete als CO2-Speicher dienen. Staude zufolge schreibt Proulx über diverse moorbezogene Themen, reist zurück zu den Römern und in den Teutoburger Wald, liest Thoreau und stolpert auch schon einmal über ein paar Moorleichen. Nicht nur die Moore, auch die Moorbewohner hatten lange einen schlechten Stand, führt Staude mit der Autorin aus, die Bewohner moornaher Gebiete galten oft als unzivilisiert. Dabei ist der Naturraum Moor extrem reichhaltig, so Staude, die sich von dem Buch etwas mehr Beschreibungen eben dieser natürlichen Schönheit der Moore gewünscht hätte.
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