6 CDs, 375 Minuten. Komplett eingelesen von Heikko Deutschmann. Der Einzige Staat hat eine mathematisch unfehlbare Formel für das absolute Glück gefunden. Diese frohe Botschaft soll das Raumschiff Integral, entworfen von dem Wissenschaftler D-503, in ferne Galaxien tragen. Doch es gibt revolutionäre Kräfte, die auf individueller Entscheidungsfreiheit bestehen und den wohltätigen Diktator stürzen wollen. Eine von ihnen ist die schöne I-330. Sie wird auf D-503 angesetzt, um den Integral in die Hände des Widerstands zu bringen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2015
Wolfgang Schneider empfiehlt die ungekürzte Lesung von Jewgenij Samjatins um 1920 entstandenem dystopischem Roman, um einen vergessenen Vorfahren und Impulsgeber Huxleys und Orwells kennenzulernen. Die im 26. Jahrhundert spielende Handlung um eine mit sich und der schönen neuen Welt unter der Herrschaft des "Wohltäters" hadernde Existenz liest Schneider als Satire auf die frühe Sowjetunion und ihre Rituale. Eindringlich und nuanciert erscheint die Lesung dem Rezensenten und bringt ihm Samjatins reflexiven und subtil psychologisierenden Ansatz als entscheidenden Unterschied zu den mehr handlungsbezogenen Texten von Huxley und Orwell zu Ohren.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 08.10.2015
Für den Rezensenten Alexander Cammann ist "Wir" ein dystopischer Klassiker, zugleich aber zu wenig bekannt. Der russische Autor und Essayist Jewgenij Samjatin war 1920 der Erste, der einen totalitären Überwachungsstaat entworfen hat, so Cammann, in dem die Menschen statt Namen Nummern tragen. Diese finstere Vision einer technisch kontrollierten Zukunftswelt ohne persönliche Freiheiten liest Heikko Deutschmann im neu erschienenen Hörbuch "präzise" und "umdüstert", wie der Kritiker lobt.
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