Aus dem Amerikanischen von Anne Spielmann. Der 13-jährige Miles verlässt in einer Mondscheinnacht das Haus, nimmt seinen Kajak und schippert in den Puget Sound an der Pazifikküste.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.03.2006
Als "sympathisches" Jugendbuch lobt Rezensent Wolfgang Schneider diesen Roman über einen Dreizehnjährigen, der sich mehr für das Meer als für Mädchen interessiert. Die Entdeckungen des Jungen lassen der Inhaltsskizze des Rezensenten zufolge bald die Fachwelt aufhorchen. Und als er einen "Riesenkalamar" findet, stehen die Medien Kopf. Autor Jim Lynch setzt dabei zu Schneiders Zufriedenheit vor allem auf die "stille Faszination der Meeresfauna".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.12.2005
Michael Schmitt gefällt die Dezenz von Jim Lynchs Geschichte des 13-jährigen Miles, der zum Medienstar wird und sogar eine Springflut vorhersagt, aber damit eigentlich nur vor seinen Zukunftsängsten flieht. Mit "leichter Hand" und "ohne jedes Imponiergehabe" verhandle Lynch "ziemlich viele große Fragen" wie die Unheimlichkeit des Meeres oder die Verzerrung der Wirklichkeit durch die Medien. Dabei gelinge es Lynch durch seinen Sinn für die kleinen Details am Rande, die Szenerie des Küstenstädtchens und Miles' soziale Umgebung "plastisch" hervortreten zu lassen. Ein ruhiges Buch also, das den Rezensenten angeregt aber nicht aufgeregt zurückgelassen hat.
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