Die SUPERMAN ARCHIVE beinhalten die frühesten Abenteuer des Stählernen, geschrieben von Jerry Siegel und gezeichnet vom Superman Co-Creator Joe Shuster. Die vorliegenden Geschichten zeigen einen Superman, der erst noch in die Rolle des nahezu allmächtigen Halbgottes hineinwachsen muss, wie wir ihn heute kennen. Dieser Superman ist noch ein Held aus der Zeit der großen Wirtschaftskrise, dessen Superleistungen noch darin bestehen, über Wolkenkratzer zu springen, gewaltige Gewichte zu stemmen, D-Züge zu überholen und dessen Haut höchstens eine explodierende Bombe durchdringen kann. Er war ein schlagkräftiger Action-Held - rauh und ruppig, und verwundbarer, als er es später werden sollte, aber beseelt von einem unstillbaren Durst nach sozialer Gerechtigkeit. Band 2 erscheint am 9.8.2000
Umberto Eco schrieb über Superman, dass er ein "Held ohne Gegner und ohne Entwicklungsmöglichkeit" sei, zitiert Martin Zeyn in seiner Besprechung den italienischen Autor und Kolumnisten. Wie sich Superman von einer einfachen Comicfigur zum Stereotyp bzw. zur Allroundfigur entwickelt hat, lässt sich nun am Reprint der ersten vier Superman-Hefte aus dem Jahr 1938 nachvollziehen, die den comicbegeisterten und geschichtlich interessierten Rezensenten dankbar in die Hände klatschen lassen. Zur Frühgeschichte Supermans gehört, berichtet Zeyn, dass er verwundbar war und noch nicht fliegen konnte, sondern nur weit springen; seine Abenteuer seien harmlos gewesen (Rettung von Waisenkindern u.ä.) und doch war Superman kein harmloses Bürschchen, denn schon damals wurde jeder Gegner gnadenlos abgeknallt. Der stereotype Superheld war also angelegt, meint Zeyn, der die frühen Zeichnungen Shusters im übrigen höchst mittelmäßig findet.
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