Farbiger Comic. Im zweiten Band von "Gus" entführt Christophe Blain den Leser erneut in den Wilden Westen. Aus Liebe zu einer Bankangestellten begeht Gus einen ersten Diebstahl. Mit dem erbeuteten Geld nimmt er an einem Pokerspiel teil, um seinen Gewinn zu vermehren und bei der Angebeteten persönlich ein Bankkonto eröffnen zu können. Den größten Ärger jedoch zieht Clem auf sich, der Raubüberfälle ohne Unterlass begehen muss, um seine Mätresse und seine Familie gleichermaßen mit dem Nötigsten zu versorgen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.05.2010
In den Bann gezogen fühlt sich Rezensent Christian Gasser von Christophe Blains zweibändigem Comic "Gus". Nicht nur von den "lebendigen Zeichnungen", sondern vor allem von Blains Art, mit den klassischen Genres der Populärkultur zu spielen, ohne sie zu parodieren, ist Gasser begeistert. Die (Anti-)Helden seines im Wilden Westen spielenden Comics würden so beispielsweise nicht von Freiheit, wilden Schießereien und Kuhherden bewegt, sondern es sei Eros, der sie zum Werben um Frauen zwinge und sie zu bedauernswerten Figuren voller Unzulänglichkeiten mache. Mit spitzbübischem Humor und überraschenden Details erzählt Blain Sex, Untreue, Freundschaften oder Selbstzweifeln und zeige ein instinktives Gespür für Rhythmus und Dynamik einer Geschichte. Er rage aus dem französischen Mainstream heraus und sei zurecht einer der drei einflussreichsten Comicbuchautoren Frankreichs, freut sich der Rezensent.
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