Landkarten dienen nicht nur zur Orientierung im physischen Raum, sondern sie steuern auch Imaginationspraktiken. Jörg Dünnes Studie widmet sich der frühneuzeitlichen Entstehung solcher Praktiken anhand von exemplarischen Analysen spanisch- und portugiesischsprachiger Texte von Inca Garcilaso de la Vega über Luis de Camoes bis hin zu Miguel de Cervantes.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2011
Tilman Spreckelsen sieht so manchen Text ganz anders, seit er Jörg Dünnes Habilitationsschrift zum Verhältnis von (literarischer) Imagination und kartografischer Wirklichkeit gelesen hat. Was bei Dünne als Untersuchung von Kartenbild und Kartentext beginnt, mündet laut Rezensent in eine umfangreiche Darstellung zu Texten der frühen Neuzeit, die sich die Trennung von Text und Kartenbild zunutze machen, um ein bisschen drauflos zu fantasieren beziehungsweise zu fingieren. Spreckelsen findet das recht spannend und gelangt zusammen mit dem Autor von der quasi sprechenden Karte zum geschickt mit topografischen Momenten improvisierenden Autor. Karte und Buch - beide ganz neu, den Rezensent freut es.
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