Kultur ist was zählt, so das Bekenntnis der Weltbank. Doch wenn Kultur nicht nur zählt, sondern rechnet, wird aus dem frohen Bekennen ein zähes Ringen. Kultur zählt: als Dienstleistung einer Wirtschaft, die ihrerseits die Forschungs-, Bildungs- und Kulturpolitik gängelt. Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, welche Kulturförderung als Gabe und nicht als zweckdienlichen Tauschhandel verstehen, doch allgemein triumphiert die "Verzweckung" der Allianzen, was die Kulturwissenschaften wiederum in speziellem Ausmaß zu spüren bekommen, da sie sich zu ihrem Ziel machen, die herrschenden Denk- und Forschungskategorien zu befragen. Fragen nach Singularitäten und Allianzen, nach lokal Spezifischem und Globalisierungen müssen in ihrer Ambivalenz reflektiert werden. Es geht um Verbindungen und Differenzen und Verbindlichkeiten, nicht aber um Zweckdienlichkeiten. In diesen Zwischenstellungen ist die Arbeit verortet.
Jan Engelmann nimmt hier lediglich den Beitrag des Inders Ram Adhar Mall zur Kenntnis und diskutiert ihn im Zusammenhang mit Überlegung zur Documenta 11. Mall nimmt, so Engelmann, die "Interkulturalität" ernst und argumentiert für eine "Ästhetik von unten", was für ihn heißt, Gefühle bei der Rezeption von Kunst zur Sprache zu bringen. Mit einem solchen Kriterium des "Offenhaltens der Rezeption" könne, meint Engelmann, auch die Qualitätsfrage der Documenta wieder neu gestellt werden.
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