Das Buch führt nicht nur in die Kulturgeschichte des Seelenbegriffes ein, es setzt sich sehr erkenntnisreich mit den Ergebnissen der modernen Neurowissenschaften auseinander und beleuchtet die faszinierende Welt des Bewusstseins und der Geist-Hirn-Beziehungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.07.2002
Dem Autor attestiert Albert von Schirnding ein "Höchstmaß an intellektueller Energie". Wer gegen die "Erklärungswut der Evolutionsbiologie" (!) ein Offenhalten der Frage, ob der Seele noch eine Entität jenseits des materiellen Bereichs zukommt, einfordert, und also eine Rettungsaktion für die in Demontage begriffene Seele startet, dem zollt unser Rezensent allen Respekt. Der Autor, ein Psychiatrie-Professor, stützt sich dabei auf eine umfangreiche Materialsammlung, wie Schirnding schreibt, und unternimmt einen "enzyklopädischen Alleingang" durch antike, islamische, jüdische und christliche Seelenvorstellungen. Er streift durch die neuzeitliche Philosophie, den deutschen Idealismus, die Werke Freuds und Jungs sowie durch die Neurobiologie und schafft so einen "gleitenden Übergang von der geistes- zur naturwissenschaftlichen Sicht des Phänomens".
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