Ruhe gibt`s genug nach dem Tod. Enzberg, Fahrradkurier und Spieler in der "Lotterie des Hasses", aber will leben, so atemlos und kochend wie die Straßen, die er täglich durchpflügt. Jörg-Uwe Albig malt in seinem ersten Roman das Szenario einer windschnittigen Gegenwart, in der sich Freiheit auf Tempo reduziert, in der man grenzenlos verfügbar ist, ohne wirklich miteinander zu kommunizieren, und in der die Kultteile aus dem High-Tech-Regal zum Ersatz für etwas werden, das unersetzlich ist: die Liebe.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Hans-Jürgen Schmitt sieht die Stärken dieses Romans weniger in der Handlung oder in möglichen psychologischen Ausgrabungsarbeiten, sondern eindeutig in der innovativen und explosiven Sprache bzw. dem Sprachverhalten der Protagonisten. So funktioniere der coole Enzberg wie eine Maschine, schreibt Schmitt und zitiert ausgiebig aus dem Roman: "In Enzbergs Innerem herrschte Unterdruck. So konnte er durch seine Poren Welt ansaugen und zu Treibstoff filtern. Sein unermüdliches Herz verdichtete den Treibstoff und brachte ihn zur Explosion, die wiederum den Motor antrieb...". Albig macht in diesem Roman "die Sprache selbst zum Abenteuer, meint Schmitt."
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