Aus dem Englischen von Sophie Kreutzfeldt. Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit Susan Blacklock, eine junge Frau aus Nottingham, spurlos verschwunden ist. Detective Frank Elder, frühzeitig pensioniert, geschieden und selbst Vater einer fast erwachsenen Tochter, geht der noch immer ungeklärte Fall nicht aus dem Sinn. Als nun Shane Donald, damals wegen Vergewaltigung und Mord an einer jungen Frau zu einer langen Haftstrafe verurteilt, freikommt, beschließt Elder, den Fall Susan Blacklock noch einmal aufzurollen.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
W einen Blick auf die problematischen Lagen der Gesellschaft sucht, der ohne alles Moralisieren und Wegerklären von Widersprüchen auskommt; wer, kurzum, von der Kriminalliteratur etwas lernen will, ohne belehrt zu werden, über die Welt, in der wir leben - der ist bei John Harvey an der besten Adresse... Lesen Sie mehr von Ekkehard Knörer in 'Mord und Ratschlag'
Ausgesprochen freudig begrüsst Rezensent Tobias Gohlis die längst fällige Edition dieses ersten Bands von John Harveys Frank-Elder-Krimi-Trilogie. Denn diese Romane erbringen aus seiner Sicht auch als Gesellschaftsromane Höchstleistungen. John Harveys Erzählstil zeichnet sich für den Rezensenten durch Lakonie und Einfühlungsvermögen, sowie eine präzise und vorurteilslose Beobachtungsgabe aus. Es geht im vorliegenden Roman, wie wir lesen, um einen pensionierten "Detective Inspector", dessen Ruhestand erst durch Albträume und dann durch die Suche nach einer verschollenen jungen Frau gestört wird. Besonders die "beklemmende Eindringlichkeit", mit der Harvey das unterprivilegierte soziale Milieu schildert, erscheint dem Rezensent oft "wie von Dickens geschrieben" - allerdings ohne den "philanthropischen Bratapfelduft" des 19. Jahrhunderts. Lediglich der "nichtssagende" deutsche Titel des im Orginal "Flesh and Blood" überschriebenen Buchs stört ihn empfindlich.
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