John Lennon

The John Lennon Letters

Herausgegeben von Hunter Davies (limitierte Sonderausgabe)
Cover: The John Lennon Letters
Piper Verlag, München 2012
ISBN 9783492055550
Gebunden, 416 Seiten, 128,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Helmut Dierlamm und Werner Roller. Herausgegeben von Hunter Davies. Seit dreißig Jahren sucht Hunter Davies nach Schriftstücken von John Lennon. Von intellektuellem Geist und poetischer Begabung, war Lennon nicht nur Mitbegründer der Beatles, Komponist und Sänger, sondern auch Schriftsteller, Zeichner und Friedensaktivist, der die Träume ganzer Generationen spiegelte. Wann immer er eine Idee für einen Songtext hatte, einen Gedanken, einen Wunsch: Füller, Tinte und Papier dienten ihm, sich mitzuteilen. Die "John Lennon Letters" waren auf der ganzen Welt verstreut, Davies spürte sie auf in Auktionshäusern, Zeitungsredaktionen, Museen, bei Privatpersonen. Jetzt erscheinen sie erstmals als Buch. Weise, verrückt, lustig oder herzzerreißend: Die Briefe erlauben einen unverstellten und sehr intimen Blick auf John Lennon, einen der größten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.11.2012

Mit diesem Buch hat Max Fellmann John Lennon doch noch auferstehen sehen. So gut wie lebendig werde Lennon durch die Briefe, die Hunter Davies in bemerkenswerten Fleiß hier zusammengetragen und kommentiert hat, von Antworten auf frühe Fanpost über die wilden Droegenexperimente bis zu den Jahren mit Yoko Ono in den USA sei alles drin, freut sich der beglückt Rezensent, der Lennon selbst in kurzen Mitteilungen oder auf Ansichtskarten voller Energie und Ideen sieht. Aber ihm tritt auch klar der große Heuchler vor Augen, seine Millionen scheffelt, wenn er von der Revolution singt, der auf alles außer Luxus verzichten will und über seine Kollegen und Freunde herzieht. Näher werden man dem Beatles-Gott nicht mehr kommen, seufzt Fellmann beglückt: "Ein Held, ein Träumer, ein Genie, ein Arsch."

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.10.2012

Einen wertvollen Schatz hat der Beatles-Biograf Hunter Davies da zusammengetragen, staunt Nina Pauer: eine Sammlung handschriftlicher Schnipsel John Lennons, vom elaborierten Brief bis zum Einkaufszettel. In diesen Dokumenten drücke sich ein ganz eigener Stil aus, und sie ermöglichen geradezu eine "direkte Begegnung mit der Person John Lennon". Die Rezensentin verdeutlicht an einigen Beispielen, wie die Briefe und Notizen neue Perspektiven auf die scheinbar vertraute Biografie ermöglichen. Von einem Tagebuch unterscheidet diese Form der Darstellung, dass hier nichts moderiert wird, "Brüche, Pausen, Temperaturwechsel in Beziehungen geschehen ohne Ankündigung". Eine ergiebige Ergänzung zum bisher bekannten Bild John Lennons und seinem Werk, meint Pauer.

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