Wie wird man Brust-, Rücken- oder Kraulschwimmer, und was denken Langstreckenmatadore auf den endlosen Bahnen wirklich? Gibt es noch Hoffnung für die männliche Badehose? Und was will ein Schriftsteller eigentlich im Fitnessstudio? John von Düffel gibt in Wasser und andere Welten seine sehr persönlichen Antworten...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.02.2003
So richtig klar wird nicht, ob der Rezensent Christoph Bartmann etwas mit John von Düffels neuen Geschichten anfangen kann oder nicht. Am interessantesten findet er offensichtlich das Thema Schwimmen, das von Düffel gerne und immer wieder aufgreift, obwohl er immer wieder ankündigt, nicht mehr darüber schreiben zu wollen. Im Einleitungsessay des Bandes geht es zum Beispiel darum, "dass zwischen Schwimm- und Schriftzügen eine geheime Korrespondenz besteht" und um die Frage, worin diese besteht. Die anderen Themen in der Geschichtensammlung drehen sich Bartmanns Meinung nach um die "Lebenskämpfe... in der Mitte der Gesellschaft", die in von Düffels Fazit münden: "Alle sind gleich nah am Abgrund. Rette sich, wer kann". Darauf weiß der Rezensent auch keine Antwort und er fragt den Autor, ob der "nicht wenigstens weiter über das Schreiben schwimmen" könne.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.01.2003
"Unterhaltsam und doch auf hohem Niveau" findet der rtr zeichnende Rezensent John von Düffels Band "Wasser und andere Welten", der zwei Dutzend feuilletonistische Texte, die bereits verstreut publiziert wurden, versammelt. Wie der Rezensent ausführt, stehen die "Unwägbarkeiten" der flüssigen Materie im Mittelpunkt von Düffels Texten. Das Wasser erscheine darin als "poetisches Movens" unserer Tage: "Es löst Grenzen auf und fügt sich - vom Bächlein über den Fluss und das Meer - in die verschiedensten Formen", erklärt der Rezensent. Spürbar flüstere hier der Philosoph, der von Düffel auch ist, dem Schriftsteller und Sportsmann einiges ein. Meist jedoch halte sich von Düffel ans Konkrete, hebt der Rezensent hervor, etwa wenn er die Kulturgeschichte der Badehose erzähle oder eine Programmschrift fürs Theater in postprogrammatischer Zeit verfasse.
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