Als Eltern zweier Heranwachsender können die Autoren, beide langjährige Internet- und Familienstreit-Fachleute und Grimme-Preis-prämiert in einem der beiden Gebiete, ein Lied vom Leid beim Heranziehen der digitalen Generation singen. Doch sie versprechen: Nach der Lektüre von "Netzgemüse" werden Eltern den Kulturraum Internet mehr lieben, als es ihre Kinder tun. Und sie werden ihnen daher entspannt und mit Spaß auf ihrem Weg durch die allgegenwärtigen Online-Welten zur Seite stehen können.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2012
Stefan Schulz bleibt recht indifferent angesichts dieses Versuchs des Autorenduos Tanja und Johnny Häusler, ihre Beobachtungen des "Netzgemüses" mit dem Leser zu teilen. Dass die Autoren auf klassische Ingredienzien der Ratgeberliteratur, wie (pseudo-) wissenschaftliche Beweisführungen und Anweisungen verzichten, scheint ihm allerdings zu gefallen und dem komplizierten Thema angemessen. Den Alltagsbericht aus der Welt mit Kindern, Computern und Smartphones liest er als relativ neutrales Statement und Bekenntnis zum herkömmlichen Rezept aus Aufmerksamkeit und Interesse.
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