Ásta, darin steckt das isländische Wort für Liebe. Doch kaum ist das Mädchen geboren, verlässt ihre Mutter die Familie, und Ásta wächst bei einer Ziehmutter auf. Als sie einem Mitschüler die Nase bricht, weil der sie bedrängt, werden die Risse in ihrer Welt unübersehbar. Ásta muss für einen Sommer in die Westfjorde. Und trifft dort, wo das Licht so eigentümlich mit der Dunkelheit verwandt ist, auf Jósef, der Gedichte liest und ebenfalls als Querulant gilt. Zwischen den beiden wächst eine erste, zarte Liebe, durch die Ásta die Kraft findet, sich in ihr Leben zu kämpfen. Ihre Eltern mögen das Versprechen, das sie ihr mit ihrem Namen gaben, nicht gehalten haben. Ástas Geschichte aber ist so voller Liebe, Leidenschaft, Scheitern und Glück, wie man es selten erlebt.
Peter Henning ist ganz außer Atem von der Lektüre des neuen Romans von Jón Kalman Stefánsson. Die Geschichte einer dysfuntionalen Familie in Reykjavik erzählt ihm der Autor quasi mit offenem Visier, autofiktional, wuchtig, formal offen, passioniert und darin vergleichbar dem Leben seiner dem Unglück verschriebenen Figuren. Ein fröhlicher Nihilismus spricht aus dem Buch, den Henning mal mit Schmerzen, mal mit Bewunderung für die Schönheit der Beschreibungen zur Kenntnis nimmt. Auch wenn er nicht nachzuerzählen vermag, wie die Geschichte geht, das "schwindelerregende Patchwork" der Bilder und Gedanken im Buch erscheint ihm als gelungene Mischung aus Strindberg und Knausgaard. Oder "wie ein Ballade von Chet Baker", meint er.
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