Suhrkamp Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783518475256 Kartoniert, 365 Seiten, 18,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Andrea Stumpf. Herausgegeben von Thomas Wörtche. Ein Psychothriller über Klassismus und eine toxische Freundschaftsbeziehung. Edward lebt in einer Welt, die er sich nicht leisten kann und zu der er nicht gehört. Um sich beliebt zu machen, kümmert er sich um die Bedürfnisse seiner beiden reichen Freunde aus der Upper Class: Er holt ihre Wäsche aus der Reinigung, putzt und kocht für sie. Er tut alles, um seine absolut schrecklichen "besten Freunde", Robert und Stanza, bei Laune zu halten, aber auch um seine "niedere Herkunft" und seine Gewaltgeschichte vergessen zu machen. Edward will einfach dazugehören. Allerdings ist Edward seit ihrer gemeinsamen Zeit in Cambridge heimlich in Stanza verliebt. Die erschütternde Entdeckung, dass sie und Robert ein Paar sind und er dann auch noch deren Hochzeit organisieren soll, erregt seinen glühenden Zorn. Seine kleinen Nettigkeiten nehmen eine unheimliche Wendung. Auf dem schicken Landsitz von Stanzas Familie, dem Kellerby House, eskaliert die Situation …
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 26.02.2026
Einen starken Thriller um einen Sozialaufsteiger legt Jonny Sweet laut Rezensentin Katrin Doerksen hier vor. Im Zentrum steht Edward, der es aufgrund eines Stipendiums nach Cambridge geschafft hat, seinen Siegelring jedoch nicht geerbt, sondern gekauft hat. Er gehört schlicht nicht derselben Gesellschaftsschicht an wie seine neuen Freunde Stanza und Robert, deren Gunst er sich zunächst mit allerlei Gefälligkeiten erkauft - bevor sich, auch aufgrund einer Liebesgeschichte, die Dynamik zu ändern beginnt. Sweet orientiert sich laut Doerksen offensichtlich an den satirischen Jeeves-Romanen von P.G. Woodhouse, was sich auch im campaffinen Stil der Bücher niederschlage. Die Hauptfigur findet die Rezensentin jedoch interessanter als das Personal bei Woodhouse, unter anderem, weil Sweet immer wieder die Differenz von Schein und Sein thematisiere. Ein "inneres Klassensystem" macht Doerksen in diesem gelungenen Buch aus.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…