Der Wortschatz des Todes
Kriminalroman

Ars vivendi Verlag, Cadolzburg 2025
ISBN
9783747207123
Broschiert, 288 Seiten, 18,00
EUR
Klappentext
Irina Starilenko, russischstämmige ehemalige BKA-Fallermittlerin, wird von ihrem Bruder Konstantin gebeten, seinem Freund Oleksandr zu helfen. Oleksandr, der vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine nach Deutschland geflohen ist, soll den Mord an einem polnischen Geschäftsmann begangen haben, ist jedoch unschuldig, da er zur Tatzeit mit Konstantin einen Brandanschlag auf ein Haus der Identitären Bewegung verübt hat. Doch Konstantin kann nicht für Oleksandr aussagen, weil sonst seine Bewährung widerrufen würde und er auf Jahre ins Gefängnis ginge. Nach kurzem Zögern sagt Irina zu, sich auf die Suche nach dem wahren Täter zu begeben, und muss bald feststellen, dass sie es mit ausgesprochen dunklen Kräften zu tun hat …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.01.2026
Autor Martin von Arndt ist ziemlich umfassend gebildet, staunt Rezensent Hannes Hintermeier, promoviert wurde er zur "tiefenpsychologischen Bibelexegese", seine bisherigen Romane behandeln unter anderem den Genozid an den Armeniern oder die "Rattenlinie", über die viele NS-Täter nach dem Zweiten Weltkrieg entkommen konnten. Sein neues Buch, so Hintermeier, präsentiert uns Irina Starilenko, die erst seit kurzem Privatermittlerin ist. Ihr erster Fall dreht sich ausgerechnet um ihren Bruder Konstantin, der eines Mordes verdächtigt wird, obwohl er zum fraglichen Zeitpunkt eigentlich ein Quartier der identitären Bewegung in Brand gesetzt hat. Die Hauptfigur Irina ist eine beeindruckende Figur, meint Hintermeier, "intergeschlechtlich geboren", körperlich imposant, gleichzeitig geprägt durch das Trauma vom Krebstod des Vaters, der in Tschernobyl arbeitete. Auch der russische Angriffskrieg auf die Ukraine spielt im Buch eine Rolle, dem man die "intensiven Recherchen" des Autors durchaus anmerkt, wie der Kritiker betont. Auch Arndts großes Wissen über die deutschen Ermittlungsbehörden fließt hier mit ein: "Auf Zug" ist dieser Thriller, findet der Kritiker abschließend, und freut sich schon auf einen zweiten Band mit der Ermittlerin.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk, 24.12.2025
Ein spannendes, kompaktes Buch liest Rezensentin Katrin Doerksen. Thrillerautor Martin von Arndt führt in seinem aktuellen Werk eine neue Ermittlerin ein, sie heißt Irina Starilenko, arbeitet in Deutschland als Privatdetektivin und stammt aus Russland, ihre Migrationserfahrungen werden immer wieder thematisiert. Der Fall, mit dem sie es zu tun bekommt, dreht sich um Kostja, der zu Unrecht beschuldigt wird, einen putinfreundlichen Geschäftsmann getötet zu haben. Der Ukrainekrieg ist ein wichtiger Kontext des Buches, betont die Kritikerin. Immer wieder liefert Martin von Arndt uns seitenweise Erläuterungen zum politischen Hintergrund des Falles, was aber, freut sich Doerksen, der Spannung beim Lesen keinen Abbruch tut, da Arndt schön geradlinig und immer wieder auch ziemlich lustig schreibt. Als Fazit bleibt eine klare Leseempfehlung.