Klappentext
Jordan Peterson begibt sich auf eine Reise zu den Ur-Geschichten der Menschheit. Es sind jene Erzählungen, auf denen die produktivsten, freiesten, stabilsten und friedlichsten Gesellschaften beruhen, die die Welt je gesehen hat. Es sind die Geschichten der großen Dialoge und des Ringens zwischen Gott und Mensch. Hier wurde Vertrauen gesät, Verstehen ermöglicht, das Paradoxe des Lebens integriert und Glauben erfahren.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 12.12.2024
Rezensentin Nele Pollatschek hat manchmal ein weiches Herz für den viel weinenden Männerrechtler Jordan Peterson, mit dessen neues Buch allerdings kann sie nicht das Geringste anfangen. Es geht darin, dem Titel gemäß, um Gott, aber Peterson verfehlt sein Thema komplett, weil er keine Zweifel kennt, sondern nur Geborgenheit sucht, kritisiert die Rezensentin. Er rede sich und den Lesern ein, dass Gott gut sein müsse, weil sonst das Leiden der Menschen nicht erträglich wäre. Diese Botschaft verkünde Peterson entlang einer Nacherzählung des alten Testaments. Theologisch ist das für Pollatschek höchstens dort relevant, wo Peterson die Existenz von Leid, ganz anders als Augustinus, als Gottesbeweis nimmt. Man könnte sich an solchen Gedanken sogar erwärmen, meint die Rezensentin, wenn Peterson wirklich glauben würde. Aber er möchte nur, dass man glaubt, weil das zu guten Gefühlen führt: Letztlich ist dies das Buch eines Atheisten, der sich selbst zum Christentum konditionieren möchte, analysiert Pollatschek, die das letztlich ziemlich trist findet.