Mit Illustrationen von Johann Brandstetter. Mit akrobatischen Sprüngen turnt es durch die Baumwipfel, um wenig später äußerst geschickt Nüsse im Garten zu verstecken: Das Eichhörnchen, Sympathieträger Nummer eins unserer Tierwelt. Der Biologe Josef H. Reichholf zeigt, dass es dafür gute Gründe gibt. Schließlich macht es nicht nur großen Spaß, Eichhörnchen zu beobachten, wir können von ihnen und ihren Verwandten auch viel über uns selbst lernen. Reichholf erklärt, warum auch Eichhörnchen spielen, wie Siebenschläfer uns helfen können, unsere Herbstmelancholie zu überwinden - und wie er es mit einem Eichhörnchen zu tun bekam, das vom Himmel fiel.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.10.2019
Rezensentin Jutta Person erfährt aus diesem Buch ganz viel über Eichhörnchen, zum Beispiel, dass sie einen hohen Energieaufwand für die Verdauung haben und dass ihre "akrobatischen Stunts" - die von Reichholf "mit Liebe zum Detail" beschrieben werden - zum Abbau des Überschusses an Fett benutzt werden. Das soll offenbar ein kleiner Hinweis darauf sein, dass auch die Menschen sich mehr bewegen müssten, weil Menschen und Eichhörnchen sich in manchem ähnlich seien. Laut Person sollen wir uns vor allem zu Herzen nehmen, dass ein Tier nicht weniger Natur ist dadurch, dass es in der Stadt wohnt und dass auch der Unterschied von "heimisch" (rostrotes Eichhörnchen) und "fremd" (Grauhörnchen) nicht nur einer überholten Auffassung entspricht, sondern sogar xenophobisch ist. Jedes Tier ist ein Individuum, das vor allem lernt Person aus dem Buch.
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