In seinem neuen Buch "Leichnam, seine Familie belauernd" führt Josef Winkler uns in 80 Prosaminiaturen sein poetisches, stilistisches und geografisches Universum vor. 80 kleine Geschichten über Liebe und Tod, Kindheit und Jugend; über Lesen und Schreiben, über seinen Umgang mit Angst um Sprache und Sprachlosigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2003
Vom Lesen handeln diese "eine bis fünfzehn Seiten langen" Geschichten, von der "weihrauch- und blutgeschwängerten Jugend" in einem katholischen Dorf, vom Tod und von homosexuellen Begegnungen - alles Themen, die Josef Winkler schon früher beschäftigt haben, schreibt Hans-Peter Kunisch in seiner Rezension. Auch Indien kommt als Handlungsort wieder vor. Neu in diesem "autobiografisch geprägten Schreiben" ist allerdings Winklers siebenjähriger Sohn, der hier zum ersten Mal auftauche. Auf Winklers Scheiben, auf die Wahl seiner Themen, wirke sich das aber kaum aus. "Eher führt der Familiennachwuchs zu einer Erweiterung, die auch sanfteren, komischeren tönen Raum gibt", meint unser Rezensent. Die hier vorgelegten Geschichten lassen ihn hoffen, dass der nächste Roman des Autors "interessant" wird.
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