In seiner Franklin-Biografie, erzählt Jürgen Overhoff das wechselvolle Leben des großen, vor 300 Jahren geborenen amerikanischen Aufklärers und Universalgenies. Als Sohn eines Bostoner Seifensieders wurde Benjamin Franklin nicht nur einer der berühmtesten Naturforscher seiner Zeit, sondern zugleich auch bedeutender Staatsmann der jungen, von ihm mitgegründeten USA. Damit ist er das klassische Beispiel eines Selfmademan, der sein Leben trotz bescheidener Anfänge durch Fleiß, harte Arbeit und Geschick erfolgreich zu meistern versteht und zugleich dem Gemeinwohl dient.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 16.03.2006
Für Ronald D. Gerste ist Jürgen Overhoffs Biografie des amerikanischen Gründungsvaters Benjamin Franklin eine höchst willkommene Abwechslung zu all den Büchern auf dem deutschen Markt, die sich derzeit darauf beschränken, ein ausgesprochen negatives Bild der USA zu zeichnen und übersehen, welche positiven Impulse für das politische Denken aus den USA kommen. Dem in Hamburg und Potsdam lehrenden Historiker Overhoff gelingt es laut Gerste sehr gut, deutlich zu machen, wieviel wir diesem "bedeutenden Vordenker und Vorkämpfer der uns allen gemeinsamen bürgerlichen Freiheitskultur" verdanken. Höchst lesenswert und streckenweise sogar fesselnd, lobt Gerste, schildere Overhoff das Leben dieses vielseitig Begabten, der zunächst als Naturforscher und Erfinder des Blitzableiters Furore machte, bevor er als Verfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, politischer Philosoph und Diplomat die erste Demokratie der Welt schuf.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.01.2006
Eine rundweg gelungene und zudem "muntere" Biografie habe der deutsche Historiker Jürgen Overhoff vorgelegt, meint Rezensentin Stefana Sabin. Dem Autor gelinge eine sehr informationsreiche Darstellung, ohne dabei den Erzählfluss abreißen zu lassen. Auf stets unterhaltsame Weise skizziere der Autor den "kulturgeschichtlichen Rahmen" von Franklins Leben und skizziere beispielsweise neben der "puritanischen Moral und Mentalität" auch die wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnisse vor der Amerikanischen Revolution. Die Biografie sei insbesondere für ein deutsches Publikum geschrieben, so die Rezensentin, und erzähle von Benjamin Franklins Reise nach Göttingen und auch von der Rezeptionsgeschichte seiner Werke in Deutschland. Insgesamt erscheine Franklin, so der Rezensent, in dieser Biografie als "Selbstdenker" und "Freigeist".
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