Mit Zeichnungen von Berndt Höppner. Jürgen Theobaldys lyrische Anfänge reichen in die Zeit der Studentenbewegung von 1968 zurück. Seine frühen Gedichte beanspruchen, authentischer Ausdruck dieser Studentenrevolte zu sein, symbolisch-ästhetische Fortsetzung antiautoritärer Impulse. In gleichem Maße, wie die Revolte der Jugend sämtliche Lebensbereiche politisieren wollte, sollten die Gedichte eine möglichst breite Skala von Situationen, Gedanken, Gefühlen und Stimmungen umfassen. Diese breite Skala findet ihre Entsprechung im Wechsel spontaner und reflexiver Texte, im Wechsel von Liebesgedichten und politischen Solidaritätsversen und in den unterschiedlichsten Sprachgesten. Theobaldy formulierte 1973 über den Kontext von Dichtung und Gesellschaft: "So vieles ist in Bewegung geraten, in den Fabriken, den Straßen, in den Wohnungen und Büros. Es kommt jetzt darauf an, sich nicht besiegen zu lassen. Damit meine ich keineswegs, Trauer und Zweifel hätten in der Poesie nichts zu suchen, aber ich bin dagegen, die Umstände zu vertuschen, unter denen sie hochkommen. Es sind die gleichen Umstände, unter denen gekämpft wird."
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