In diesem Erfahrungsbericht erfährt der Leser, wie die blinde Protagonistin Anna Berührungsängste überwindet, wie sie lernt und arbeitet, was ihre Tätigkeiten sind. Stück für Stück entdeckt der Leser zusammen mit Anna die Faszination einer Sprache mit Gebärden statt mit Worten, die elementare Bedeutung der Kommunikation, erlebt eine Gemeinschaft, die von Vertrauen und gegenseitigem Verständnis geprägt ist. Zusammen mit Anna dringt der Leser tiefer in diese ihm unbekannte Lebenswelt ein, erkennt, dass diese nicht nur Tragik und Verzicht bedeutet, sondern auch voller Lachen und Lebensfreude sein kann. Der Leser begegnet Menschen, die sich den Herausforderungen ihrer Behinderung stellen und Meister ihres schwierigen Lebens werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2017
Mit Ursula Benards Erfahrungsbericht über das Leben von Taubblinden in Deutschland hat Rezensentin Melanie Mühl ein "wichtiges" Buch gelesen: Denn die Autorin klärt nicht nur deutlich über den teilweise "erschütternden" Umgang mit Taubblinden auf oder verweist auf Schwierigkeiten, etwa dass für die Betroffenen nicht einmal ein eigenes Merkzeichen im Behindertenausweis existiert. Benard zeigt auch Wege aus der Isolation auf, berichtet Mühl: Durch persönliche Assistenzen ist gesellschaftliche Teilhabe möglich, liest die Kritikerin, die hier etwa erlebt, wie für Taubblinde Bootstouren organisiert werden.
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