Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.06.2013
Der Dichter in seiner kompromisslosen Nischenexistenz tritt dem Rezensenten hier entgegen. Für Wulf Segebrecht allerdings kein Grund, Mitleid zu haben, denn Ludwig Steinherr kommt laut Rezensent in dieser Gedichtauswahl als einer daher, der souverän sein Handwerk beherrscht. Steinherrs in diesem Band enthaltene jüngere Lyrik ist variabler und abwechslungsreicher als seine älteren Gedichte, findet der Rezensent, sie enthalten "mehr Redensartliches, sogar Ironie und Humor". Seine Vorliebe für religiöse Themen und Motive macht Steinherr entschieden zu einem Außenseiter der zeitgenössischen Lyrik, meint Segebrecht, der sich jedoch gerne darauf einlässt. Ungekannte Sichtweisen, Pointen erstaunen den Rezensenten und lassen ihn nachdenklich aus der Lektüre hervorgehen.
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