Aus dem Englischen von Hans Freundl und Maria Zettner. Mit 54 Schwarzweiß-Abbildungen. Queen Victoria gilt als prüde, ewig trauernde und zurückgezogene Matrone - war sie das wirklich? Mit nur 18 Jahren bestieg sie den Thron. Mit 20 heiratete sie Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, mit dem sie neun Kinder hatte. Sie liebte Sex. Und sie setzte ihre Macht bewusst ein. Sie überschritt konventionelle Grenzen, äußerte klar ihre Meinung - und begann nach dem Tod ihres geliebten Albert eine intime Beziehung mit ihrem Diener John Brown. Die Frau, die schon zu Lebzeiten einem ganzen Zeitalter ihren Namen gab, verkörperte selbst gerade nicht die bürgerlichen Traditionen und Konventionen, für die das viktorianische Zeitalter steht.
Julia Baird schreibt die Geschichte einer Frau, die neben den wichtigen politischen Fragen ihrer Zeit mit vielen durchaus heutigen Probleme konfrontiert war: der Balance zwischen Arbeit und Familie, den Schwierigkeiten der Kindererziehung, Ehekrisen, Verlustängsten und Selbstzweifeln.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.01.2019
Andreas Fahrmeir findet Julia Bairds Victoria-Biografie anschaulich und gut lesbar. Teils romanhaft erzählt ihm die Autorin von einer isolierten Kindheit, den Liebesbeziehungen der Königin und bringt neue Dokumente des Leibarztes ans Licht. Ein Enthüllungsbuch ist Bairds Arbeit für Fahrmeir aber nicht, eher eine klassische Biografie mit historischen Exkursen. Die von Baird gesetzten Akzente, etwa auf die Opioid-Krise, scheinen Fahrmeir interessant. Allerdings fallen ihm Unsicherheiten in den geschichtlichen Details auf, und er vermisst Kontextualisierungen zu den im Buch erwähnten Konflikten und Zitaten.
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