Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2004
Wirklich gefallen haben Rezensent Jürgen Kaube an diesem Buch von Kai-Uwe Hellmann nur die "vielen herrlichen Zitate". Er hat zwar auch einige Denkanstöße mitnehmen können, doch "allen Belegen und Denkanstößen zum Trotz", würde man, schreibt Kaube, am Ende doch mehr über Marken wissen, "wenn der Autor nicht so viel über sie gesagt hätte". Denn der Eindruck des Rezensenten ist, dass Hellmann auf seine Gedanken nicht beim Einkaufen etwa "oder durch sonstige empirische Anschauung" gekommen ist, sondern dass sie dem Bedürfnis Hellmanns entsprungen sind, die Systemtheorie "irgendwie an seinem Gegenstand anzubringen". So würden dann viele konkrete Fragen gar nicht gestellt, etwa warum es auf manchen Märkten nur wenige Marken gibt, und bei der Beantwortung der vielen aufgeworfenen Fragen, verhalte der Autor sich stets unentschieden.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…