Aus dem Englischen von Karin Knorr-Cetina. Wie "machen" Experten Wissen? Im Rahmen bestimmter Wissenskulturen. Deren Strategien und Prinzipien der Erzeugung und Validierung von Wissen werden in diesem Buch am Beispiel zweier Naturwissenschaften (Molekularbiologie und Hochenergiephysik) aufgezeigt. Es ist der erste systematische Vergleich solcher Kulturen und widerspricht der These von der Einheit des Wissens und der Wissenschaft auf der Ebene der Praxis. Karin Knorr-Cetina stellt die dringende Frage nach dem Funktionieren von Expertensystemen und untersucht, welche Prinzipien und Strukturen sie formen, welche Organisationsformen und kulturelle Präferenzen in ihnen ausprobiert werden.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 08.10.2003
Als einen äußerst gelungenen Versuch lobt Jakob Vogel Karin Knorr Cetinas Ansatz, der Pluralität der einzelnen naturwissenschaftlichen Disziplinen gerecht zu werden. Diese "erzeugen und üben" nämlich auf "sehr unterschiedliche Weise 'Wissen' aus", und können folglich nicht "als homogen betrachtet werden". Dies würde der "Komplexität der Wissensordnung" widersprechen, folgt der Rezensent der Autorin. Letztere mache sich demnach auch für variable praktische Kontroll- und Beschränkungslösungen für neue Technologien stark, schließt Vogel.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.02.2003
Die Soziologieprofessorin Karin Knorr-Cetina beleuchtet in einem "dicht argumentierenden" Band die sogenannten Wissenskulturen, berichtet der rox. zeichnende Rezensent. Wissenskulturen sind "diejenigen Praktiken, Mechanismen und Prinzipien, die, gebunden durch Verwandtschaft, Notwendigkeit und historische Koinzidenz, in einem Wissensgebiet bestimmen, wie wir wissen, was wir wissen", wie der Rezensent etwas hilflos die Autorin zitiert. Kompliziert geht es weiter: Die Autorin verdeutliche, so der Rezensent, dass die Betrachtung der epistemischen Maschinerien der Wissenserzeugung in den Naturwissenschaften vor allem eines zeige: die Fragmentierung zeitgenössischer Wissensprozesse. In kleinräumigen Laborkontexten werde an kleinräumigen, fragmentierten Fragekomplexen gearbeitet. Zu loben ist für den Rezensenten das "Interesse der Autorin, mit ihrem Leser in einem Verständigungsprozess zu bleiben", wovon ein abschließender Dialog, der Fragen eines fiktiven Lesers beantworte, zeuge.
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