Mara ist Anfang dreißig, lebt in München in einer Zweier-WG, studiert schon viel zu lange und jobbt gelegentlich als Russisch-Dolmetscherin. Nach der Begegnung mit Maksim ahnt sie: Er hat ein Schicksal, nicht bloß so ein Leben wie sie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2003
Ein "ethnografisch erzähltes Märchen" nennt Rezensent Eberhard Rathgeb diesen Roman um die Ethnologie-Studentin Mara, die als Russisch-Dolmetscherin und Altenpflegerin arbeitet und ein Kind von Maksim, der als Soldat in Afghanistan war, erwartet. Wie Rathgeb festhält, erfährt der Leser dabei etwas über das Leben von Flüchtlingen in Bayern, über das Leid alter Frauen in Pflegeheimen, über die Not junger russischer Soldaten in Afghanistan, einiges über die Mühsalen der Schwangerschaft, einiges über die Geburt im Krankenhaus. Der große Wurf ist Karin Kusterers Roman nach Ansicht Rathgebs allerdings nicht geworden. Gut recherchiert, aber "schlicht erzählt und schlicht gebaut", findet er das Buch. Fazit des Rezensenten: "Literarisch unerheblich, aber weltfreundlich gemeint".
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