Aus dem Englischen von Marion Hertle. Alles über das, was wir auf unserer Haut tragen - eine einzigartige Geschichte der Stoffe. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Stoffe herstellt - ohne sie wäre die menschliche Entwicklung nicht denkbar. Kassia St Clair erzählt von Hanf, Leinen, oder der Entdeckung der Seide, von den Wikinger-Segeln aus Schafswolle, und dem Weltraumanzug Neil Armstrongs, den er nicht auszuziehen brauchte, wenn er auf die Toilette musste. Sie zeigt die Bedeutung von Kleidung für die lokale Wirtschaft und den lokalen Handel, für gesellschaftliche Normen und menschliche Höchstleistungen, die ohne Kunstfasern nicht möglich wären.Von den Binden der Mumien im alten Ägypten, über die anrüchigen Seidenkleider Kaiser Neros bis hin zum Schwimmanzug aus Polyurethan, der es Paul Biedermann ermöglichte, Michael Phelps zu schlagen: Kassia St Clair verwebt Geschichten rund um Natur- und Kunstfasern zu einer alternativen Menschheitsgeschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.06.2020
Fasziniert hat sich Rezensentin Gudrun Braunsperger mit der britischen Journalistin Kassia St. Clair auf eine Reise in die Jahrtausende alte Tradition der Stoffherstellung begeben. Von Pelz über Damast bis Gore-Text lernt die Kritikerin hier alles, was es über die Welt der Stoffe zu wissen gilt - und mehr: "Leerstellen" zur weiblichen Rolle in der Geschichte der Stoffproduktion kann die Autorin schließen, versichert die Rezensentin, die hier etwa nachliest, dass die Herstellung von Spitze durch Frauen in einigen Regionen Frankreichs und Flanderns zu Dienstboten-Mangel führte oder erfährt, dass die Wikinger ihre Eroberungszüge zwecks Erschließung neuer Weideflächen für die Wollproduktion bis nach Amerika ausdehnten. Natürlich reist Braunsperger mit der Autorin auch die Seidenstraße entlang, lernt aber auch, wie mit der Baumwollproduktion die Profitgier einsetzte, die bis zur heutigen Fast Fashion führte. Wie St. Clair Fäden zwischen den einzelnen Epochen und Regionen spinnt, findet die Kritikerin beeindruckend.
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