Kathrin Schärer zeigt in 30 eindrucksvollen Tierbildern, was schon die Kleinsten alles können, wenn man ihnen Anregung bietet und etwas zutraut: am Morgen aufstehen, anziehen und frühstücken? Kein Problem! Mit Muße eine Sandburg bauen, basteln oder ein Buch angucken? Na, klar! Plätzchen ausstechen, auf die Toilette gehen und auf einen Baumstamm klettern? Kann ich alleine! Zu Recht sind Kinder mächtig stolz auf das Erreichte. Denn schon bald sind auch Rollerfahren und Ballwerfen ein Kinderspiel.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.10.2023
Bei Kathrin Schärer kann Rezensentin Angelika Overath verschiedenen Tierkindern zusehen, wie sie lernen, Dinge alleine zu bewerkstelligen. Das Bilderbuch, das nur sparsam mit Worten ausgestattet ist, erstreckt sich zugleich über einen Tag und ein Jahr, in dem etwa ein kleines Eichhörnchen aufsteht und frühstückt und dabei lernt, dass es "etwas alleine kann, aber nicht alleine ist." Ein kleines Mäuschen stürzt mit seinem Roller, aber die Maus-Mama steht schon zum Trösten bereit, berichtet Overrath, die die pastelligen Tuschefarben und die zugleich klaren Konturen der Zeichnungen lobt und außerdem von einer Gemeinschaft der Tiere liest, denen nicht unbedingt ein Geschlecht zugeordnet werden muss oder kann. Auch aufgrund der "psychologischen Nuancen" mit denen das Verhältnis zwischen der Selbstständigkeit des Kindes und der Hilfe der Eltern dargestellt wird, für die Kritikerin definitiv empfehlenswert.
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