Die Gattung ist das Thema: Katja Lange-Müller hat eingeladen, die Erzählung zu feiern, und neununddreißig deutschsprachige Autorinnen und Autoren sind ihrem Ruf gefolgt. Entstanden ist ein Kompendium gegenwärtiger Erzählkunst. Mit Texte von: Aigner - Altwasser - Bonne - Dückers - Einzmann - Filipovic - Gerstenberger - Grack - Granzow - Gundermann - Heese - Hermann - Klischat - Krämer, Th. - Krämer, H. - Krechel - Kummer - Magnusson - Meißner - Mora - Oskamp - Oths - Owen - Pehnt - Popp - Rautenberg - Ross - Schmidt, J. - Schmidt, K. - Schöpp - Stelling - Strobel - Strubel - Titze - Wagner - Weigt - Zähringer.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 30.11.2002
An das Ende seiner Rezension erhebt Rezensent Werner Jung den leisen Einwand, dass manches in dieser Sammlung von Erzählungen ein bisschen zu "modisch-konfektioniert" ist, aber insgesamt ist er durchaus angetan von diesem Erzählband, in dem vorwiegend zwischen 1960 und 1970 geborene Autoren "den Beweis einer Literatur diesseits des (Popliteratur)-Paradigmas antreten". Er sieht in den Geschichten weniger typische Kurzgeschichten - denn sie folgen einer dafür unüblichen Dramaturgie - und auch keine "Bestandsaufnahme" einer Generation. Für Jung funktionieren die Erzählungen als "Momentbilder", als "mehr oder minder detaillierte Ausschnitte und Skizzen". Das Ergebnis sind für ihn "herausragende Texte", die handwerklich klassisch erzählt werden. Ein gemeinsames Moment dieser Geschichten entdeckt der Rezensent im "wachen Blick der AutorInnen fürs Auffällig-Irritierende", der ihm offenkundig ein erhellendes Leseerlebnis beschert hat.
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