Katja Schönherr

Alles ist noch zu wenig

Roman
Cover: Alles ist noch zu wenig
Arche Verlag, Zürich 2022
ISBN 9783716028018
Gebunden, 320 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Weil seine Mutter Inge nach einem Sturz nicht mehr gut laufen kann, beschließt Carsten, mit seiner fünfzehnjährigen Tochter Lissa für ein paar Wochen zu Inge in die ostdeutsche Provinz zu fahren. In der Enge des Dorfes und im Alltag ihrer seltsamen Wohngemeinschaft kollidieren unterschiedliche Lebenserfahrungen und Vorstellungen. Wo zunächst nur Unverständnis herrscht, sind Großmutter, Sohn und Enkelin schließlich gezwungen, einander neu kennenzulernen. Denn eine gemeinsame Sprache sprechen sie seit Jahren nicht: Inge schmollt lieber, als um Hilfe zu bitten. Carsten schiebt Dienstreisen vor, um Reißaus nehmen zu können. Und Lissa fühlt sich allein mit ihren Ansichten von einer gerechteren Welt. In 'Alles ist noch zu wenig' schreibt Katja Schönherr federleicht und gleichzeitig beeindruckend feinsinnig von überzogenen Erwartungen, bissigem Schweigen und vorsichtiger Annäherung. Dabei umkreist sie eine Frage, die drängender nicht sein könnte: Was schulden wir unseren Nächsten - und was uns selbst?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 24.08.2022

Rezensent Eberhard Falcke zeigt sich zunächst angetan. Katja Schönherr gelingt es in ihrem Roman "Alles ist noch zu wenig" die Gemütslage einer Familie pointiert und prägnant nachzuzeichnen, in der sich alle vernachlässigt fühlen, meint er. Das liest sich mal wie eine Satire, mal wie eine Komödie. Dennoch bemängelt der Rezensent im Verlauf des Romans eine gewisse Stagnation und hätte sich mehr Entwicklung der Charaktere und mehr Komplexität im Fortgang der Handlung gewünscht.

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