Zum ersten Mal wird die moderne arabische Lyrik auf Deutsch in einem Werk ausführlich vorgestellt. Über 50 Lyriker und Lyrikerinnen aus dem gesamten arabischen Sprachraum sind mit ihren besten und repräsentativsten Gedichten in diesem Buch versammelt. Auswahl der vorgestellten Lyriker: Badr Shakir As-Sayyab, Adonis, Abdul-Wahhab Al-Bayati, Nizar Qabbani, Khalil Hawi, Yousef Al-Khal, Said Aql, Taufiq Sayeg, Nazik Al-Malaika, Salah Abd As-Sabur, Saadi Yousef; Sargon Boulus, Mahmud Darwisch ...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.07.2001
Ludwig Ammann sieht in diesem Band eine lohnende Ergänzung zu dem von Stefan Weidner herausgegebenem Band arabischer Gedichte ("Die Farbe der Ferne", C.H. Beck), zumal sich al-Maaly hier - anders als Weidner - mehr auf die "typischen Langgedichte" konzentriert habe. Auch die Auswahl bietet nach Ammann "unerwartete Entdeckungen", etwa Gedichte von Männern und Frauen über Erotik und Sexualität. Die Übersetzungen, die zum großen Teil vom Herausgeber stammen, findet der Rezensent "außergewöhnlich klangvoll" und mitreißend, und auch das Vorwort gefällt Ammann, weil hier auch "ungewöhnlich deutlich Kritik" geübt wird an so mancher arabischer Lyrik. Nicht zuletzt bezeichnet der Rezensent die kurzen Biografien als "aufschlussreich", denn so mancher der hier vertretenen Dichter entpuppt sich als Bäcker oder Ingenieur, wobei Amman allerdings einräumt, dass die meisten der Lyriker Feuilletonisten arabischer Zeitungen sind.
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