Die Unverbesserlichen, Ekel Alfred, Unser Walter, die Beimers, die Drombuschs, die Fußbroichs - Familienserien gibt es, seit es Fernsehen gibt. Klaudia Wick erinnert in ihrem neuen Buch an die bedeutendsten Fernsehfamilien der vergangenen 50 Jahre. Und sie zeigt, dass das Fernsehen vielleicht mehr zur Auflösung traditioneller Familienbande beigetragen hat als die Pille oder die Studentenrevolte.
Interessant, aufschlussreich und immer wieder vergnüglich zu lesen findet Rezensentin Bettina Gaus diese Analyse von deutschen Familienserien. Aus Sicht der Rezensentin kommt der Autorin vor allem das Verdienst zu, dieses Klischee beladene Genre differenziert und ohne intellektuelle Herablassung zu beschreiben und zu untersuchen. Das führte die Rezensentin nicht nur zu interessanten Erkenntnissen über die Funktion der Familieserie als gesellschaftlicher Zerrspiegel und Brennglas jeweils zeittypischer Probleme und Perspektiven. Äußerst anregend fand Gaus aber auch kleine Geschichten und Anekdoten, die Autorin Claudia Wick über einzelne Serien, ihre Produktionsbedingungen oder Kritiker am Rande in ihre Betrachtungen mit einfließen ließ.
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