Klaus Bittermann

Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol

CD Live-Mitschnitt aus dem Festsaal Kreuzberg
Cover: Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol
Edition Tiamat, Berlin 2013
ISBN 9783893201846
CD, 16,00 EUR

Klappentext

Doppel-CD Jewelcase mit 12-seitigem Booklet, 140 Minuten. Klaus Bittermann lud ein und Harry Rowohlt nahm an und las aus "Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol" und "Alles schick in Kreuzberg", und zwar vor ausverkauftem Haus. Klaus Bittermanns Kreuzberger Szenen fanden in Harry Rowohlt den perfekten Vorleser, auch weil er den Berliner Dialekt exakt beherrscht, der in solchen Geschichten nicht zu vermeiden ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.01.2014

Hymnisch bespricht Rezensent Oliver Jungen diesen nun unter dem Titel "Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol" erschienenen Live-Mitschnitt einer Lesung von Harry Rowohlt und Klaus Bittermann, den er am liebsten jedem Altberliner Haushalt ins Regal stellen möchte. Es sind nicht nur die Ausschnitte aus Bittermanns Kreuzberg-Romanen, in denen er gepflegt auf "Mietwucher-Rotz, Touristengesocks und Kreativheinis rülpst" und das alte, wahre Kreuzberg mit Alkoholikern, Drogenabhängigen, "Muckefuckpanschern" und übellaunigen Rentnern beschwört, die den Kritiker begeistern, sondern vor allem die Lesung des Verlegers. Denn Rowohlt fasziniere nicht nur durch seine eindringliche Stimme, unterhalte mit seiner irrwitzigen Besserwisserei, sondern belustige vor allem durch sein ständiges, grandioses Reinquatschen, meint der Rezensent. Wenn Rowohlt beispielsweise mitten in der Lesung des Autors erzähle, dass sein weibliches Schönheitsideal ungefähr einer "Backwarenverkäuferin" entspreche, kann Jungen schließlich nur noch zu einem Urteil kommen: Dies sind die wohl "kurzweiligsten" hundertvierzig Minuten des Jahres.

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