Der Pilgerführer von 1495 beschreibt den Weg von Deutschland nach Santiago de Compostela "am Ende der Welt". Der Verfasser Hermann Künig von Vach nennt Städte und Landschaften, weist auf Gefahren und gute Möglichkeiten der Einkehr hin. So stellt das Büchlein ein einmaliges Dokument einer jahrhundertealten Tradition dar, die bis heute lebendig ist. Santiago gehört heute mit Rom und Jerusalem zu den bedeutendsten Pilgerorten der Christenwelt. Eine fachkundige Einleitung erläutert die Geschichte Jakobs und Santiago de Compostelas, erklärt die Bedeutung der Pilgerliteratur im allgemeinen und stellt das Werk Hermann Künigs in den Zusammenhang des Jakobskultes. Mit Fotos von Gerhard Weiß.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.07.2004
Vor 1200 Jahren fand man weitab von allen Zentren und Hauptstraßen der bekannten Welt, in Santiago de Compostela, die Gebeine des Apostels Jakob. Seither wird an dieses Ende der Welt gepilgert, von überall her, allen Mühen zum Trotz. Für Pilgernde aus dem Reich gab es schon im Jahr 1495 einen kundigen Führer, der den Weg ans Ziel in der Ferne beschrieb. Er stammt von Heinrich Künig, empfiehlt Restaurants und Hospitäler, informiert über Brücken und warnt vor bestimmten Wirten. Das ganze in 651 Versen und in mittelhochdeutscher Sprache. Dem nun als Faksimile nachgedruckten Original ist eine Übersetzung beigegeben, die Schwarz-Weiß-Abbildungen findet der Rezensent Christian Jostmann "leider etwas blass und grobkörnig".
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