Klaus Raab ist 32 Jahre alt. Er ist bei Facebook, er twittert, chattet, kann ein Blog einrichten und beherrscht Online-Banking besser als Überweisungen auf Papier. Er saß vor 25 Jahren erstmals am Computer und ist doch kein "Digital Native". Dazu ist er zu alt - denn er kennt noch eine Welt ohne Google und Handys. Aber er ärgert sich über die Stimmen der älteren, der politisch ach so bewussten Menschen, die "der Jugend" Realitätsferne und Desinteresse vorwerfen und die im Internet den Untergang des Abendlandes sehen. "Wir sind online - wo seid ihr?" verleiht dieser jungen Generation eine Stimme. Und die ist genauso engagiert, klug, politisch und modern wie früher. Nur besser vernetzt.
Rezensent Felice Gritti zeigt sich sehr angetan von Klaus Raabs Apologie der Generation Internet. Wohltuend findet er die pragmatische Unaufgeregtheit, die der Autor bei seiner Verteidigung des Mediums gegen seine Verächter an den Tag legt. Raab gelingt es in den Augen des Rezensenten, die bekannte Kritik am Internet - es entfremde von der echten Welt, ersticke uns in Kommunikationsmüll, luchse den Leuten ihre Daten ab usw. - weitgehend zu entkräften. Auch das Plädoyer des Autors für Demokratisierung, Partizipation und Individualisierung durch das Internet scheint ihm überzeugend. Außerdem ist das Buch zu seiner Freude recht unterhaltsam und amüsant zu lesen.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…