Klaus Raab ist 32 Jahre alt. Er ist bei Facebook, er twittert, chattet, kann ein Blog einrichten und beherrscht Online-Banking besser als Überweisungen auf Papier. Er saß vor 25 Jahren erstmals am Computer und ist doch kein "Digital Native". Dazu ist er zu alt - denn er kennt noch eine Welt ohne Google und Handys. Aber er ärgert sich über die Stimmen der älteren, der politisch ach so bewussten Menschen, die "der Jugend" Realitätsferne und Desinteresse vorwerfen und die im Internet den Untergang des Abendlandes sehen. "Wir sind online - wo seid ihr?" verleiht dieser jungen Generation eine Stimme. Und die ist genauso engagiert, klug, politisch und modern wie früher. Nur besser vernetzt.
Rezensent Felice Gritti zeigt sich sehr angetan von Klaus Raabs Apologie der Generation Internet. Wohltuend findet er die pragmatische Unaufgeregtheit, die der Autor bei seiner Verteidigung des Mediums gegen seine Verächter an den Tag legt. Raab gelingt es in den Augen des Rezensenten, die bekannte Kritik am Internet - es entfremde von der echten Welt, ersticke uns in Kommunikationsmüll, luchse den Leuten ihre Daten ab usw. - weitgehend zu entkräften. Auch das Plädoyer des Autors für Demokratisierung, Partizipation und Individualisierung durch das Internet scheint ihm überzeugend. Außerdem ist das Buch zu seiner Freude recht unterhaltsam und amüsant zu lesen.
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