Benni macht ein Praktikum im Frankfurter Krankenhaus und hat Angst, dass er es nie schaffen wird: Blut abzunehmen, vom nerdigen Benni zum coolen Ben zu werden, den allgegenwärtigen Kruzifixen in der beengten Wohnung seiner Mutter zu entkommen. Eingeengt fühlt sich auch Jule, und zwar von dem Weltbild ihrer Eltern. Denn die haben absolut kein Verständnis für vegane Ernährung, Freitagsdemonstrationen oder Anti-Rassismus-Plakate. Und sie würden schon gar nicht verstehen, dass ihre Tochter eigene Ideale vertritt und Teil einer Veränderung sein möchte, die die Welt so dringend braucht. Als die beiden innerlich zerrissenen Teenager aufeinandertreffen, wird ihr Leben bunter, komplizierter, aber auch so viel erträglicher!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.09.2021
Rezensentin Anna Heidrich skizziert den Inhalt des zweiten Jugendromans "Mein Leben als lexikalische Lücke" von Kyra Groh: Die Autorin beschreibt darin eine Liebesgeschichte zwischen der, laut ihrer Instagrambiografie feministischen, veganen und aktivistischen Anna und dem introvertierten Außenseiter Ben, der seinen Vater nie kennengelernt hat und ein Medizinstudium anstrebt, um sich ihm näher zu fühlen, erzählt Heidrich. Die Geschichte spielt an verschiedenen Orten, aber immer in Frankfurt und wird abwechselnd aus der Perspektive Bens oder Annas erzählt, informiert sie. Groh beschreibt hier der Rezensentin zufolge die Generation Z mit ihren neuen Idealen, vor allem zum Klimaschutz. So weit, so gut, aber die erzieherisch motivierten Kommentare und Wertungen der eigentlich individuellen Stimmen irritieren die Rezensentin.
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