Herausgegeben und mit einer Einleitung von Berhard Hurch. Der Band enthält die Briefe des österreichischen Romanisten Leo Spitzer (1887-1960) an den Romanisten und Sprachwissenschaftler Hugo Schuchardt (1842-1927). Die Briefe legen neben fachspezifischer romanistisch-sprachwissenschaftlicher Diskussion in stilistisch eindrucksvoller Weise Zeugnis ab von den menschlichen, kulturellen und politischen Aspekten des Lebens eines Wiener jüdischen Intellektuellen von 1912 bis 1925, der sich zunehmend akademischen Schwierigkeiten zuerst in Österreich und dann in Deutschland gegenübersieht.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.11.2006
Frank-Rutger Hausmann glaubt, dass die Briefe des Wiener Romanisten Leo Spitzer an den Schweizer Sprachwissenschaftler Hugo Schuchardt nicht nur Fachkollegen interessieren werden. Denn die Briefe des aus wohlhabender jüdischer Familie stammenden Spitzer glänzen laut Hausmann nicht nur mit brillanten Aphorismen, sondern dokumentierten überdies ein Stück deutscher Wissenschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Deshalb lobt er nachdrücklich den Herausgeber Bernhard Hurch, dem es mit dieser Briefedition nicht nur gelingt, einen wichtigen Romanisten des vergangenen Jahrhunderts vor dem Vergessen zu bewahren, sondern ihm auch wieder den akademischen Status einräumt, der ihm 1933 von den Nazis aberkannt worden war.
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