Leo Tuor

Auf der Suche nach dem verlorenen Schnee

Erzählungen und Essays
Cover: Auf der Suche nach dem verlorenen Schnee
Limmat Verlag, Zürich 2016
ISBN 9783857918025
Gebunden, 224 Seiten, 34,50 EUR

Klappentext

Nicht nur seine Romane spielen in den Bergen, mit dem Leben in den Bergen hat sich Leo Tuor immer auch essayistisch auseinandergesetzt. Seine Berge, das ist die Surselva, wo Leo Tuor lebt. Das ist der Rhein, oder besser: sind die Rheine, denn am Anfang sind es zwei. Das sind die Alp, der Winter, die Lawine. Die Lawine, die einst Verhängnis war und jetzt zur Quelle von Subventionen und Medienereignissen geworden ist. Der Gletscher, der zum See geworden ist. Er schreibt über die Bergler, deren Element mehr der Stein ist als das Wasser, die entweder schweigen oder schwatzhaft sind wie Tassen. Er schreibt über ihr Leben mit Geistern, Heiligen und Tieren, über das Schwein im Pferch, die Kühe, die Schafe auf der Alp und den Hund, den Wolf, über das Wild und deren ausgekochten Schädel an der Stallwand der Jäger. Er schreibt über die Touristen, die die Landschaft fotografieren und dem Jäger böse Blicke zuwerfen, wenn er mit der Flinte unterwegs ist.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.01.2017

Roman Bucheli hat mit Leo Tuor einen rätoromanischen Erzähler vorzustellen, der sowohl die Berge besingt und unsere Klischees davon wiedergibt, als auch immer ein paar Kratzer hinzufügt, die das Bild verlässlich stören. Es geht um Wiedergänger, Böcke, Jäger und Gletscher, aber auch um Joyce, Puschkin oder Aischylos, wie Bucheli erläutert. Tuors Säulenheilige sind immer dabei, meint er, ebenso die Bibel und bockige Bürokraten der Berge. Die Erzählstücke im Band zeigen Tuor laut Bucheli als Fabulierer mit einem Faible für die Variation.

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