Gekürzte Lesung. 5 CDs, 375 Minuten. Gelesen von Andrea Sawatzki. Es ist soweit: für die Schafe von Glennkill beginnt ein neues, wollsträubendes Abenteuer. Gemeinsam mit ihrer Schäferin Rebecca haben sie die irische Heimat verlassen und ihre ersehnte Europareise angetreten! In Frankreich beziehen sie Winterquartier im Schatten eines entlegenen Schlosses, und eigentlich könnte es dort recht gemütlich sein wären da nicht die Ziegen auf der Nachbarweide, die mysteriöse Warnung eines fremden Schafes und das allgemeine Unbehagen vor dem Schnee. Ein Mensch im Wolfpelz! wispern Ziegen und Menschen. Ein Werwolf! Ein Loup Garou! Oder doch nur ein Hirngespinst? Als dann ein Toter am Waldrand liegt, ist nicht mehr klar, wer gefährlicher ist: der Garou oder seine Jäger. Fest steht, dass die Schafe schnell Licht ins Dunkel bringen müssen, um sich selbst und ihre Schäferin zu schützen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.07.2010
Rechtschaffen gelangweilt hat sich Rezensent Peter Lückemeier mit Leonie Swanns zweitem Schafsroman. Zu viele Schafe, zu viele Namen von Schafen, darüber schläft Lückemeier beim Zuhören spürbar beinahe ein. Ständig passiert nichts, klagt er, keines der Schafe wird als eigener Charakter wirklich erkennbar. Weil er ein redlicher Rezensent ist, lässt Lückemeier die Tatsache, dass es durchaus gelungene "poetische" Momente gibt, nicht unerwähnt. Und die Grundidee des "Perspektivwechsels" vom Menschen zum Schaf findet er spannend, nur mache Swann viel zu wenig daraus. Am wenigsten Schuld an der Malaise trägt seiner Ansicht nach allerdings die Vorleserin Andrea Sawatzki, die die Stimmen der Schafe - und die der Ziege erst! - fein zu differenzieren verstehe.
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