Mit einer Abbildung und 14 Tabellen. Vom Geburtshelfer Europas zum zögerlichen Nachbarn 1952-1958 - Die Anfänge: Die Europapolitik der IV. Republik 1952-1958 - Europapolitik in der V. Republik: De Gaulle, Pompidou, Giscard d'Estaing - Die französische Europapolitik unter Mitterrand - Der europapolitische Gestaltungsspielraum François Mitterrands - Vom Saulus zum Paulus - Mitterrand und Maastricht - Mitterrand und die EG/ EU-Erweiterungen - Bilanz der Europapolitik Mitterrands - etc.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.05.2005
Recht angetan zeigt sich Rezensent Cornelius Wüllenkemper von Gisela Müller-Brandeck-Bocquets Studie über Frankreichs Europapolitik seit 1945. Der Autorin folgend fasst er die traditionellen Leitlinien der französischen Europapolitik in drei Punkten zusammen. Neben der Eindämmung der Gefahr eines deutschen Übergewichts in Europa steht der Erhalt der außenpolitischen und strategischen Bedeutung Frankreichs in der Welt sowie die europäische Subventionierung der kostenverschlingenden französischen Agrarwirtschaft. Angesichts dieser Grundtendenzen erscheint Wüllenkemper ein Ja der Franzosen zur EU-Verfassung am kommenden Sonntag doch sehr zweifelhaft. Die Autorin zeige wie sich diese Grundpfeiler der französischen Europapolitik in zentralen Positionen und Entscheidungen Frankreichs etwa zur EU-Ost-Erweiterung, dem Irak-Krieg und der Debatte über die EU-Verfassung wiederfinden. Auch wenn das Buch "keine grundsätzlich neuen Einsichten" bietet, wertet der Rezensent den Band als "aktuelles, ungemein konzentriertes und erfrischend klares Resümee" der Außenpolitik Frankreichs.
Wer Gisela Müller-Brandeck-Bocquets neues Buch zur französischen Europapolitik liest, der bekommt eine "gute Wissens- und Diskussionsgrundlage", findet Rezensent Kurt Sontheimer. Die Autorin habe einen ebenso "verlässlichen" wie "verständlichen" Leitfaden verfasst, der den Leser durch zahlreiche "Windungen" französischer Politik führe. Wenngleich der Schwerpunkt auf der Ära Mitterrands und Chiracs liege, so vermittle bereits der erste Teil des Buches in "geraffter Präzision" ein "klares Bild" der Verhältnisse bis 1981. "Detailliert" erklärt die Autorin Mitterrands Hinwendung zum Europagedanken, erläutert das französische Prinzip der Kohabitation und deren Niederschlag in EU-Fragen und zeige somit auch für Deutschland relevante Aspekte der Politik des Nachbarlandes auf. Und am Ende, so bilanziert der Kritiker, werde wieder einmal deutlich, dass Frankreich im Konfliktfall das nationale Interesse "meist" dem europäischen "überordnet".
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