Liza Cody

Die Schnellimbissdetektivin

Roman
Cover: Die Schnellimbissdetektivin
Argument Verlag, Hamburg 2024
ISBN 9783867542753
Gebunden, 352 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Iris Konopik. Hannah Abram, früher Polizistin, macht jetzt Sandwich in Digbys Imbissbude und schlägt sich mit kleinen Privatschnüffeleien durch. Als der Mord an einer Stalkerin die Kripo auf den Plan ruft, steigen böse Erinnerungen auf. Und einer ihrer Fälle scheint deutlich über ihre Kragenweite zu gehen …

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 16.11.2024

Kritikerin Katharina Granzin freut sich über einen neuen Roman der Krimi-Altmeisterin Liza Cody: Die Protagonistin Hannah Abram hat einen (sexistischen) Vorgesetzten angegriffen und wurde deshalb aus dem Polizeidienst entlassen, seitdem verdient sie ihr Geld mit detektivischen Gelegenheitsaufträgen und vor allem mit der Arbeit in einem Schnellimbiss. Die Handlung setzt sich aus diesen Einzelteilen zusammen, verliert aber zwischen Zwangsneurotikerin und ihren verschwundenen Familienangehörigen und auch sozial herausfordernden Schichten im Imbiss nie den Spannungsbogen, versichert Granzin. Die Figuren findet sie allesamt lebendig, ohne in Klischees zu verfallen, und die Andeutungen an die Corona-Zeit liest sie wie ein "historisches Dokument", auch wenn Hannah betont, dass ihre Kollegen nicht nur auf die Krankheit, sondern vor allem "auf Hirn" negativ getestet werden.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 08.08.2024

Auch mit diesem neuen Krimi kann Liza Cody die Rezensentin Sonja Hartl überzeugen: Die Protagonistin Hannah Abraham ist eigentlich Polizistin, hat aber wegen einer Auseinandersetzung mit ihrem Chef ihren Job verloren und muss nun in der Imbissbude arbeiten und wird nebenbei als Privatermittlerin tätig. Der Roman beschäftigt sich viel mit den Folgen von Corona und Brexit, mit unterschwelligem und offenem Sexismus und zeichnet dabei lebendige, vielschichtige Figuren und analysiert mit glasklarem Blick eine Gesellschaft, die an vielen Ecken und Enden überlastet ist, resümiert die angetane Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.06.2024

Mit "Die Schnellimbissdetektivin" ist Liza Cody ein zugleich amüsanter und sozialkritischer Roman gelungen, findet Rezensentin Sylvia Staude. Die junge Ich-Erzählerin Hannah Abram arbeitet seit ihrem Rausschmiss aus der Polizei in einer Imbissbude und zugleich als Privatdetektivin, wobei sie mit allerlei marginalisierten Gestalten in Kontakt kommt: dem obdachlosen Jungen BZee, der ihr beim Auffinden geklauter Fahrräder und Hunde hilft, einem alten Herren, der sie um Hilfe bittet, weil ihm nächtlich Müll vor die Tür gekippt wird, und diversen Kleingartenbesitzern, denen das Gemüse geklaut wird. Staude lobt vor allem den Ton der Autorin, dessen schwarzer Humor ihrer Empathie für die Figuren keinen Abbruch tut. Auch von Codys gekonnten Dialogen zeigt sich die Rezensentin beeindruckt. Und so fällt ihr Urteil über diesen Krimi mit sympathischer Heldin durchweg positiv aus.

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